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Engel Rocks – Die Geschichte eines Familienlabels

Als Günther Engel in den 1950er Jahren anfing in der baumwollverarbeitenden Textilindustrie tätig zu werden, hätte er sich wohl kaum erträumt, dass seine Wurzeln bis heute bestehen bleiben. Damals sanken die Baumwoll-Preise durch die Koreakrise um über die Hälfte ihres Wertes – insbesondere im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Engel ergriff die Chance zum vorteilhaften Kauf von Baumwoll-Stoffen und ihre Verarbeitung zu Textilien.

Doch anstatt wie viele andere Textilgewerbe, gängige farbenfreudige Kleidungsstücke zu entwerfen (die damals besonders beliebt waren), unterschied sich „Engel Textilien“ bereits bei der Entstehung von allen anderen.

Die Besonderheit Engels war, dass er sich während seiner Kreationen, abgeschottet von Frau und Familie, in seine Kreationswerkstatt zurückzog und sich vom neuen Trend der Rock’n’Roll Musik inspirieren ließ. Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Buddy Holly dienten als kreative Ideenoase. Heraus kamen Muster wie breite Streifen oder großflächige Karos - Aus Kleidungsstücken wurden Hypes und Trends.

Als 1965 sein Enkel Frank Engel die Welt erblickte, gründete der stolze Großvater sogleich ein eigenes Label, benannt nach ihm „Engel Rocks“.  Denn schon von kleinauf war der junge Frank Engel ein kleiner Rebell, der durch sein Babygeschrei ständig Aufmerksamkeit einforderte. Da die Eltern hart arbeiteten, wurde Engel Junior von seinem Großvater aufgezogen. Die Inspiration wandelte sich von Rock’n’Roll zu aufsteigenden Rock-Musiklegenden wie den Beatles, den Rolling Stones und Led Zeppelin. Die Zeit verstrich, und sogar Züge von Pink Floyd fanden sich noch in seinen Kleidungsstücken wieder. Die Kollektion umfasste Stoffe mit auffälligem Muster und teils handbemalten, teils aufgebügelten Bildern und Schriften.

Im Laufe der Jahre fanden die Kleidungsstücke insbesondere Zuneigung bei Liebhabern, die ihren Musikgeschmack in ihrer Kleidung ausdrücken wollten. Doch es fanden sich nicht genug Liebhaber und das Label und die Produktion wurden eingestellt. Obwohl Frank Engel einiges von seinem Großvater lernte, ging er beruflich neue Wege in anderen Industrien.

Bis er auf Paul Zickert traf: Ein junger authentischer Mann aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Suche nach einem Aushilfsjob stellte er sich bei Frank Engel in der Düsseldorfer „Engel Rockbar“ vor. Er überzeugte als eifriger motivierter Kellner, der die Gewohnheit hatte kleine Zeichnungen auf die Quittungen seiner Gäste und in den Pausen auf Servietten und kleine Notizblöcke zu kritzeln. Die Zeichnungen waren gut, dominierten durch Totenköpfe, Gitarren und Tribale. Diese Muster erinnerten Frank Engel an seinen Großvater. Er sprach Paul auf seine Zeichnungen an. Diese sind insbesondere durch den rauen Stil geprägt, der gut zum „Street Wear“-Style passt. In Zusammenarbeit haben beide die Zeichnungen verfeinert und etwas „Rockiges und Alternatives“ hineingebracht.

Nun ist sie wieder da und gefragt wie nie: Das Label „Engel Rocks“!